Nach dem hochoffiziellen Festakt am Freitag-Abend fand am
Samstag dann eine etwas intimere Einweihung der Bibliothek statt:
der Krimiautor, Oliver von Schaewen, las aus seinem jüngsten Werk
„Räuberblut“.
Interessiert lauschten die knapp 60 geladenen Gäste – die
meisten davon stolze Leserausweis-Besitzer, die für diese
Veranstaltung ausgelost worden waren – den Ausführungen des
Schriftstellers. In seinen regionalen Krimis stellt er immer einen
Bezug zu Schiller her. So auch in „Räuberblut“: Ein dominanter
Vater mit zwei völlig unterschiedlichen Söhnen; der Vater wird
ermordet…- Schillerliebhabern dürfte das bekannt vorkommen.
Mindestens ebenso interessant fanden die Zuhörer die Person des
Ermittlers, Peter Struve, der als „reingschmeckter“ Stuttgarter
auch so seine eigenen Probleme hat und gerade in der midlife-Krise
steckt: Mit seiner Frau Marie lebt er im Moment nicht zusammen,
dafür gibt es in seinem Leben aber eine junge Frau namens Corinne…
Hier wollte der Autor aber nicht zu viel verraten, schließlich soll
das Buch ja auch noch gekauft bzw. bei uns in der Bibliothek
entliehen werden.
Aber er antwortete gerne auf Fragen nach seinem
Schriftstellerleben: wie lange er an einem Buch arbeitet, wie
eigentlich das Titelbild entsteht, woher seine Ideen kommen… Über
all das ließ sich auch nach der Lesung im EG der Bibliothek bei
einem Schluck Sekt und von Frau Reise servierten Häppchen trefflich
plaudern.