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Landessanierungsprogramm

Landessanierungsprogramm

Zahlen - Daten - Fakten

Bewilligungsjahr 2012
Summe: 800.000 Euro

Aufstockungsantrag 2016
Summe:500.000 Euro

Private Vorhaben zwischen 35 % und 100 % Förderquote.

Weitere Infos können Sie dem Info-Faltblatt entnehmen. 

Ansprechpartnerin: Frau Marita Funk

Förderquote auf 35 % angehoben

In den zurückliegenden Jahrzehnten hat Wäschenbeuren als Kommune viele staatliche Zuschussprogramme in Anspruch genommen. Nur so konnten die bestehenden, anspruchsvollen Einrichtungen auch realisiert werden. Diese haben unseren Ort in der Entwicklung weit voran gebracht.

Wichtig war dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung auch Förderchancen für private Eigentümer im innerörtlichen Bereich zu schaffen. Aus diesem Grund hat die Gemeindeverwaltung mehrere Anträge gestellt um die begehrten Mittel aus den entsprechenden Fördertöpfen des Landes zu erhalten. Der Einstieg ist dann auch im Jahr 2012 geglückt, als die Gemeinde einen Förderbescheid über 800.000 Euro erhielt. Im vergangenen Jahr konnte die Verwaltung die Stuttgarter Behörde zudem ein zweites Mal von den innerörtlichen Potentialen überzeugen, sodass der Aufstockungsantrag über weitere 500.000 Euro bewilligt wurde.

Leider hat bisher das Sanierungsprogramm noch nicht die gewünschte Aufmerksamkeit bei den Privatpersonen gefunden. Um weitere Anreize zu schaffen, hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 13.07.2017 beschlossen, den Zuschuss in der Förderkulisse von bisher 20 % auf 35 %zu erhöhen.

Was kann nun im Rahmen des Landessanierungsprogramms gefördert werden?

-       Abbruchkosten bei anschließender Neubebauung mit 100 % der nachgewiesenen Kosten höchstens jedoch 100 % der Angebotssumme des günstigsten Anbieters

-       Maßnahmen, um ein Gebäude bzw. eine Wohnung an einen modernen Wohnstandart anzupassen

Darunter versteht man unter anderem Grundrissbereinigungen. Darunter werden Wohnraumvergrößerungen bzw. Verlegung von Räumen subsumiert. Beispielsweise war es zu Beginn des 20. Jahrhunderts üblich, dass es keinen Flur gab, sondern dass einige Wohnräume nur durch andere Räume zugänglich waren. Dies entspricht nicht mehr dem heutigen Wohnstandart. Hier können unter anderem die Kosten von Böden, Decken, Trennwänden, Elektroinstallationen gefördert werden.

Die Förderung ist auch als abschließende Restmodernisierung möglich. Dies setzt beispielsweise voraus, dass z.B. bereits das Erdgeschoss schon abschließend modernisiert wurde und nun nur noch das unbewohnbare Dachgeschoss an den modernen Wohnstandart angepasst wird.

-       Energetische Maßnahmen

Grundsätzlich sind in der städtebaulichen Förderung nur umfassende Maßnahmen zur energetischen Modernisierung förderfähig. Das Gebäude muss dabei auf Neubaustandard modernisiert werden. Um dies zu erreichen ist es erforderlich, dass alle energetisch relevanten Gewerke (Dach, Fassade, Heizung, Fenster) erneuert werden.

Die Förderung einzelner Gewerke, wie bspw. der Heizungsanlage, ist nur als sogenannte Restmodernisierung möglich. Dies setzt voraus, dass sich alle anderen energetisch relevanten Gewerke bereits in einem einwandfreien Zustand befinden. Hierfür wird regelmäßig auch ein Energiesparcheck verlangt.

Für eine Sanierung gilt ein Fördersatz von 35 % und eine Begrenzung von 50.000 Euro pro Anwesen. Das Programm sieht jedoch nur eine Förderung ab einer Bagatellgrenze von 25.000 Euro Investitionskosten vor.

Ziel des Landessanierungsprogramms ist es städtebauliche Missstände und Entwicklungsdefizite abzubauen sowie eine zeitgemäße und nachhaltige Weiterentwicklung zu gewährleisten. Mit den Zuwendungen soll der Gebrauchswert der Gebäude nachhaltig erhöht werden. Daher werden reine Instandhaltungsmaßnahmen sowie wirtschaftlich nicht vertretbare Maßnahmen (unverhältnismäßige Kosten zur verbleibenden Restnutzungsdauer) nicht gefördert.

Nähere Informationen erhalten Sie bei Frau Funk.

Sanierungsprogramm soll mit Leben erfüllt werden

Zuschüsse von 20 % für Privateigentümer

Mehrfach wurde im Mitteilungsblatt darüber berichtet, dass die Gemeinde aus dem Landessanierungsprogramm 800.000 € erhält. Während die Fördermittel aus dem Vorgängerprogramm ausschließlich für öffentliche Vorhaben der Gemeinde verwendet wurden, sieht die Konzeption des neuen Programmes auch die Förderung von Privatmaßnahmen vor. In der vergangenen Gemeinderatssitzung befasste sich das Gremium mit dem Fördersatz, der künftig Anwendung finden soll. Dabei gingen die Meinungen im Gremium weit auseinander. Nach Ausführungen des Fachberaters Peter-Uwe Blank von der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH sprach sich Bürgermeister Vesenmaier für eine Förderung privater Maßnahmen in Höhe von 15 % aus. Dadurch könne am ehesten eine breite Förderung vieler Gebäudeeigentümer ermöglicht werden. Im Übrigen sehe der Fördertopf für Privatvorhaben lediglich insgesamt 300.000 € vor. Aus diesem Grund könne man nicht aus dem Vollen schöpfen. Bei einer großzügigen Förderung könnten daher aus diesem Topf dann nur wenige Interessenten bedient werden.

Diese Auffassung teilten neben dem Fraktionsvorsitzenden der CDU, Erich Hieber, auch weitere Mitglieder seiner Fraktion. Eine Gegenposition nahm Claudia Merkt-Heer (ebenfalls CDU) ein, welche von Fördersätzen bis zu 30 % sprach, die in einigen anderen Gemeinden gewährt werden würden. Allerdings plädierte sie auch für eine niedrigere Begrenzung der Förderung pro Anwesen. Zuspruch erhielt sie auch von anderen Mitgliedern aus dem Gremium.

Nach längeren Diskussionen einigte man sich abschließend auf einen Fördersatz von 20 % und einer Begrenzung auf 50.000 € pro Anwesen. Wie lange der Fördertopf ausreicht, um die möglichen Grundstückseigentümer zu bedienen, muss allerdings offen bleiben. Einigkeit bestand im Gremium darin, dass jeder Interessent gut fahren würde, der sich möglichst bald mit dem Gedanken einer Sanierung befasse. Das Programm sieht jedoch nur eine Förderung vor ab einer Bagatellgrenze von 25.000 € Investitionskosten. Der Grund liegt darin, dass zwangsläufig notwendige Unterhaltungsmaßnahmen mit diesen Mitteln nicht gefördert werden sollen. Für den Abbruch von Gebäuden ist eine Förderung von bis zu 100 % möglich.

Noch in diesem Jahr sollen die Grundstückseigentümer in einer Informationsveranstaltung über Ziele und Fördermöglichkeiten des Programms informiert werden. Es ergibt sich kein Rechtsanspruch aus dem Programm. Die Förderung privater Maßnahmen bedeutet allerdings auch, dass die Gemeinde aus Haushaltsmitteln 40 % der Förderaufwendungen zu tragen hat. Würde z. B. ein privater Bauherr sein Haus mit Aufwendungen von 200.000 € sanieren, erhielte er nach den beschlossenen Förderrichtlinien 40.000 €. Davon müssten 16.000 € aus Haushaltsmitteln der Gemeinde beigesteuert werden.

Weitere Infos können Sie dem Info-Faltblatt entnehmen.

Landessanierungsprogramm Ortskern 2: Wie geht es weiter?

Bereits im Frühjahr haben wir berichtet, dass die Gemeinde in das Landessanierungsprogramm aufgenommen wird. Im Programm „Ortskern 2“ sollen im Gegensatz zum Vorgängerprogramm auch private Vorhaben gefördert werden. Einige Eigentümer haben hierzu bereits bei der Gemeinde angefragt. Daher wollen wir Sie in dieser Ausgabe des Mitteilungsblattes über das weitere Vorgehen informieren.

Im September werden alle Eigentümer und Bewohner des Sanierungsgebietes ein Schreiben erhalten, in dem die Programmziele und Fördermodalitäten genau erläutert werden. Auch wird mit diesem Schreiben zu einer Infoveranstaltung im Herbst eingeladen. Gemeindeverwaltung und der Fachberater der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH werden den Gästen die Intention des Förderprogramms erläutern und gerne Fragen beantworten.

Bereits vorab haben einige Hausbesitzer sich erkundigt, ob ihr geplantes Vorhaben, den Förderungen entspricht. Zur Beratung und Prüfung wird im August ein Termin angeboten, bei dem dies mit dem Fachberater Peter-Uwe Blank und Frau Ihring von der Verwaltung besprochen werden kann. Hierzu sollten Sie bereits vorher schriftlich das Vorhaben und die geplanten Änderungen beschreiben, sowie falls vorhanden Skizzen des neuen Baus beifügen. Die Unterlagen sind für dieses erste Beratungsgespräch bis zum 06. August einzureichen.