Bereits am Freitag wurde das Rathausquartier offiziell eröffnet.
BM Vesenmaier begrüßte 100 Gäste, darunter nicht nur Ehrengäste wie
Regierungspräsident Johannes Schmalzl, sondern auch Schülerinnen
und Schüler der Stauferschule.
Er sei nun sehr erleichtert aber auch stolz auf das Erreichte. Das
Rathausquartier sei sehr gelungen. Es habe zwar viel Kraft
gekostet, doch schlussendlich konnten sich Gemeinderat, Verwaltung
und Architekt zu einem guten Kompromiss durchringen. Es habe sich
gelohnt, so das Fazit des Bürgermeisters. Auch die langwierige
Pächtersuche sei nun glücklich ausgegangen. Mit der Pächterin Frau
Reise habe die Gemeinde einen gastronomischen Glücksgriff
gezogen.
Regierungspräsident Schmalzl lobte in seiner Ansprache das große
Engagement der Gemeinde. Bürgermeister und Gemeinderat hätten nicht
nur Visionen, sondern verstünden es bei ihrer Arbeit, diese auch
umzusetzen. In Wäschenbeuren habe man es bisher auch verstanden,
die staatlichen Fördertöpfe anzuzapfen. Auch wenn dies mit viel
Arbeit für die Gemeindeverwaltung verbunden wäre, sei man in
Wäschenbeuren bisher konsequent diesen Weg gegangen. Die
Rathausquartierbebauung sei aus seiner Sicht äußert gelungen. Die
Architektur sei mutig und sehr ansprechend. Die Bibliothek gehöre
zu den schönsten, die er in der Einwohnerklasse von Wäschenbeuren
bisher vorgefunden habe. Damit erfülle Wäschenbeuren auch einen
wichtigen Bildungsauftrag. Abschließend merkte er an, dass er
Wäschenbeuren bei passender Gelegenheit gerne wieder einen Besuch
abstatten werde. Zu diesem Besuchsprogramm gehöre dann auch das
Wäscherschloss, dass in diesem Jahr zur Burg des Jahres ausgewählt
wurde.
Zum Thema B 297 betreffend stellte er fest, dass Infrastruktur
immer Fluch und Segen zugleich sei. Bei anstehenden Entscheidungen
werde er aber auch die Wäschenbeurener Situation und Interessen im
Blick behalten.
Architekt Dauner stellte aus fachtechnischer Sicht das Gebäude
vor. Man habe hier bei diesem Gesamtkomplex die Schwierigkeiten und
Ansprüche vieler verschiedener Einzelgebäude beachten müssen. So
habe ein Café völlig andere Anforderungen als eine U-3-Betreuung.
Auch der Architekt freute sich, nun symbolisch den Schlüssel an den
Bauherrn übergeben zu können.
BM Vesenmaier bedankte sich und übergab seinerseits drei kleinere
Einzelschlüssel an die Leiterin der Bibliothek Frau Früh-Kunz, an
die zukünftige Leiterin der Kinderkrippe Frau Staudenmaier und an
die neue Pächterin Frau Reise.
Die Bibliothekarin bedankte sich bei BM Vesenmaier. Für sie sei
mehr als ein Traum in Erfüllung gegangen. Sie habe nicht zu hoffen
gewagt, einmal eine Bibliothek zu leiten und sogar beim Aufbau und
der Konzeption mitzuwirken. Sie bedankte sich bei allen für die
freundliche Aufnahme im Ort. Anfangs sei sie auf Skepsis gestoßen.
Doch nachdem sie bereits viele Leserausweise ausgestellt habe, sei
sie sehr zuversichtlich, dass von den Bürgerinnen und Bürgern das
Angebot der Bibliothek sehr gut angenommen werde.
Zwischen den Reden gaben Schülerinnen der Musikschule Lorch eine
Kostprobe ihres Könnens. Mit leisen, gekonnten Klängen begeisterten
sie die Gäste.
Der Abend klang nicht nur musikalisch festlich aus. Auch die
anschließende Bewirtung und das gemütliche Beisammensein im neuen
Café Lektor war dem Anlass durchaus würdig. „Ein schöner Auftakt
für das Festwochenende“, hörte man so manchen Gast am Abend
sagen.