Wer die Reden am Sonntagvormittag im Schatten anhören konnte,
hatte Glück. Pünktlich zum großen Fest schien die Sonne von einem
strahlend blauen Himmel herab und lies die Temperaturen schnell
ansteigen.
Bürgermeister Karl Vesenmaier begrüßte die zahlreichen Gäste und
Akteure des Tags der offenen Tür. Er freute sich, die neuen Gebäude
nun auch für die Bürgerschaft zu öffnen und der Feuerwehr die neuen
Fahrzeuge übergeben zu können. Er lud die Besucher ein, sich von
den getätigten Investitionen in die Infrastruktur und Sicherheit
der Bürgerschaft selbst ein Bild zu machen. Er sei überzeugt, dass
das Gebäude mit dem Herzstück Bibliothek gut angenommen werde und
die neuen Fahrzeuge für die Wehrmitglieder eine Unterstützung und
Anerkennung ihrer so wichtigen Arbeit sind.
Landrat Edgar Wolff sprach anerkennende Worte aus. Die Gemeinde
Wäschenbeuren sei eine sehr rege Gemeinde, mit einer guten
Infrastruktur, die laufend weiter ausgebaut werde. So oft wie er
nach Wäschenbeuren zu offiziellen Terminen und Feiern in den
letzten Monaten eingeladen wurde, sei er in keiner anderen Gemeinde
in vergleichbarer Größe gewesen. Ob im Wäscherschloss oder bei
Besprechungen mit den Ministerien - Wäschenbeuren sei immer im
Blickfeld der Öffentlichkeit.
Anerkennende Worte widmete er an die Wäschenbeurener Feuerwehr
unter Leitung von Kommandant Norbert Wahl. Diese sei sehr gut
aufgestellt und organisiert. Mit den neuen Fahrzeugen werde dem
Sicherheitsaspekt in der Gemeinde noch mehr Rechnung getragen. Das
Land habe die Anschaffung der neuen Fahrzeuge großzügig
unterstützt.
Kommandant Norbert Wahl bedankte sich bei Bürgermeister Vesenmaier
und dem Gemeinderat für die Beschaffung der neuen Fahrzeuge. In
seiner Rede ging er auf viele technischen Details und Raffinessen
der neuen Fahrzeuge ein. In vielen Abenden hätte sich insbesondere
der Ausschuss mit Detailfragen der Ausschreibung befasst. Das
maßgeschneiderte Konzept erfülle überaus das Einsatzspektrum der
Wäschenbeurener Wehr. Einen besonderen Dank sprach er
Kreisbrandmeister Prof. Dr. Michael Reik aus sowie dem Fachberater
Herrn Bechtold aus Karlsruhe und Kämmerer Hagenlocher.
Durch die Segnung der beiden örtlichen Pfarrer Phan (kath. Kirche)
und Pfarrer Mayer (ev. Kirche) unterstützt von Pater Benno Singer
und Pfarrer Karl Wahl (kath. Kirche) werden die neuen
Feuerwehrfahrzeuge hoffentlich lange und unfallfrei zum Wohle der
Gemeinde ihren Dienst erfüllen. Auch die Räume des Rathausquartiers
wurden gesegnet, so dass die zukünftigen Bewohner und Besucher
nicht nur sicher dort sein sollen sondern auch sich wohlfühlen
sollen.
Im Anschluss spielte der Fanfarenzug der Feuerwehr noch einige
unterhaltsame Stücke. Tapfer musizierten die Kameraden bei
sengender Sonne in ihren schmucken Uniformen und heizten mit vielen
Stimmungsliedern den Gästen zusätzlich ein. Die Sonne schien jedoch
den kleinen Pinguinen der Tanzgarde und des Liederkranz-Kinderchors
nichts auszumachen. Fröhlich tanzten und sangen die Kinder Teile
aus dem kürzlich aufgeführten Kindermusical „Paul Pinguin“. Der
bekannte „Troubadour“ Harald Immig unterhielt mit seiner
Gesangspartnerin im Anschluss die Gäste. Ob Lieder von den
Streuobstwiesen oder eine Ode an Maitis – die Zuhörer hatten oft
Grund zum Schmunzeln.
Bereits seit dem Vormittag halfen fleißige Damen aus dem
Kleidermarktteam, einen Luftballonwettflug vorzubereiten. Im
Bürgermeisterzimmer wurden über 400 Luftballons aufgeblasen, die
13.30 Uhr gemeinsam zum Wettflug starteten. Wie weit der weiteste
Luftballon flog wird jedoch erst im Oktober feststehen.
Im Jugendraum startete am Nachmittag das Tischfußballturnier, bei
dem mehrere Mannschaften gegeneinander antraten. Die beiden
Tanz-AGs der Stauferschule zeigten, dass die Schule weit mehr zu
bieten hat als nur Lernunterricht. Auch der Lese- und Malwettbewerb
ist ein Beweis, dass an der Stauferschule durchaus nicht stur
gepaukt wird sondern die Schülerinnen und Schüler mit Spaß an der
Sache dabei sind.
Die Gewinner wurden auf der Bühne von BM Vesenmaier, Rektorin Seng
und der Bibliotheksleiterin Früh-Kunz ausgezeichnet und erhielten
verschiedene Preise:
Malwettbewerb
Themenvorgabe: mein
Lieblingsbuch
Teilnehmer: Jahrgangsstufen 3, 6, 7 und 8 der Stauferschule
Sieger
Jahrgang 3: Pauline Hafermatz
Jahrgang 6: Felix Lehnertz; René Adelhelm
Jahrgang 7: Tobias Lang
Jahrgang 8: Lisa Staiger; Jaqueline Fürst; Andrea Gülch, Robin
Over
Lesewettbewerb
Teilnehmer: Jahrgangsstufen 4, 5, und
6 der Stauferschule
Sieger
Jahrgang 4: Hanna Straub aus Klasse 4b
Jahrgang 5: Sophia Schnirch
Jahrgang 6: Franziska Straub
Die Bilder des Malwettbewerbes wurden in den Räumen der
zukünftigen U-3-Betreuung ausgestellt. Vom Können der Gewinner des
Lesewettbewerbes konnte man sich live überzeugen. Sie lasen nach
der Preisverleihung in der Bibliothek jüngeren Kindern Geschichten
vor.
In bewährter Weise unterhielt das Akkordeonorchester die Gäste
eine Stunde lang mit ihrer stimmungsvollen Musik. Eine
fantasievolle Choreografie führten die Mädchen der Tanzgruppe des
TSV auf und sorgten für „karibische“ Gefühle. Die Singgruppe des
Schwäbischen Albvereins hatte leider kein Glück mit dem Wetter. Die
vorhergesagten Schauer entluden sich, kurz nachdem die Sängerinnen
und Sänger mit ihren Stücken begonnen hatten.
So flüchteten sich gegen Ende des der Veranstaltung die Besucher in
die umliegenden Gebäude und Zelte. So konnte nicht nur die
Ausstellung im Archivraum genau begutachtet werden sondern auch die
Ausstellung der Vereine und Einrichtungen im Rathaus. Mit
fantasievollen Plakaten und teilweise lustigen Schnappschüssen
machten die Einrichtungen und Vereine auf sich und ihre Arbeit
aufmerksam.
Den ganzen Tag über konnten die neuen Gebäude, die
Feuerwehrfahrzeuge und Büros im Rathaus besichtigt werden. Vor
allem in der Bibliothek war der Andrang groß. Viele nutzten die
Gelegenheit sich an Ort und Stelle einen Leserausweis ausstellen zu
lassen. Aber auch die Ausstellung im Archivraum und die
Feuerwehrfahrzeuge waren den ganzen Tag über Anziehungspunkte für
Interessierte.
Herzlich bedankt sich die Gemeinde bei allen Vereinen, die an
der Ausstellung oder mit Beiträgen zum Programm mitgewirkt haben.
Ein besonderer Dank geht an die Landfrauen, den
Kleintierzuchtverein, den Musikverein und das Team der
Jugendarbeit.
Sie sorgten für die Bewirtung mit Speisen
und Getränken zur besten Zufriedenheit aller Besucher.