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News/Aktuelles

Autor: Marita Funk
Artikel vom 05.06.2019

Erstarkter Abwasserzweckverband Marbach-und Krettenbachtal

Abwasserzweckverband

Seit über 4 Jahren ist die Aufnahme der Gemeinde Adelberg zum Abwasserzweckverband Marbach-und Krettenbachtal im Gespräch. Nach langwierigen Verhandlungen wurde vor ca. 2 Jahren der Beitrittsvertrag, der Investitionen in Millionenhöhe sowohl auf der Anlage selbst, als auch zu Lasten der Gemeinde Adelberg vorsah, unterzeichnet. Mittlerweile wurde der Anschluss über eine ca. 5 Kilometer lange Druckleitung vollzogen.

Sowohl für die Gemeinde Adelberg, als auch für den Abwasserzweckverband war dies am 23.05.2019 Grund genug, gemeinsam das Gelingen dieses anspruchsvollen Projekts zusammen mit vielen geladenen Gästen im Adelberger Rathaus zu feiern.

Frau Bürgermeisterin Marquardt ging in ihrer Ansprache ausführlich auf die örtliche, jahrzehntelange Entwicklung der bisher eigenen Abwasserreinigungsanlage ein. Gestiegene gesetzliche Anforderungen an die Reinigungsleistung hätten den behördlichen Druck auf die Gemeinde ständig erhöht. In der Folge sei der Anschluss an einige benachbarte Kläranlagen geprüft worden. Sehr schnell habe man aber die Vorteile der Anlage des Abwasserzweckverbandes Marbach-und Krettenbachtal erkannt. Wichtig für ihre Gemeinde sei aber auch das frühzeitige positive Signal aus den Verbandsgemeinden Birenbach, Börtlingen und Wäschenbeuren gewesen.

Ohne die Zuschüsse des Landes in Höhe von ca. 2 Millionen € hätten die Kosten nicht getragen werden können.

Im Zuge der Maßnahme sei auch der überörtliche Anschluss an das Fernleitungsnetz der Landeswasserversorgung erneuert worden.

Ihr Dank galt dem Land als Zuschussgeber sowie allen am Projekt Beteiligten.

Verbandsvorsitzender Bürgermeister Karl Vesenmaier lobte in seiner Ansprache die Erweiterung der Verbandsmitgliedschaft.

Es brauche Mut, sich von Aufgaben zu lösen und zu einem neuen, aufgabebezogenen und zugleich wirtschaftlich vernünftigen Bündnis ja zu sagen.

Solche kommunalen, freiwilligen Partnerschaften gelängen aber nur, wenn man sich untereinander gut versteht und die bisherige Zusammenarbeit wertschätzend und respektvoll funktioniere.  

Der Werdegang der gereiften Partnerschaft höre sich auf den ersten Blick als ein Selbstläufer an.

Doch was lange halten soll, bedürfe einer gründlichen Vorarbeit.

Fragen über Fragen seien in den Verhandlungen zu klären gewesen.

Mit Gerhard Engler habe man einen hervorragenden Fachmann als „neutrale Instanz“ gewinnen können.

Sehr schnell sei deutlich geworden, dass ohne Investitionen auf der Verbandskläranlage eine Aufnahme nicht möglich sei.

Das Ing. Büro Hertkorn habe die Aufwendungen für die Investitionen auf der Verbandskläranlage mit 702 324 € ermittelt.

Hinzu kamen noch die Beteiligungskosten zu Lasten der Gemeinde Adelberg mit 392 000 €.

Alles ist bestens gelaufen und der erweiterte Verband habe bereits am 01.02.2017 seine Arbeit aufnehmen können.

Jetzt, nach geglücktem Abschluss aller Bauarbeiten, sei die Anlage so leistungsfähig wie nie zuvor.

Bereits in den vergangenen Jahren habe man von der Aufsichtsbehörde Bestnoten erhalten.

Dies drückt sich auch aus an der relativ geringen Abwasserabgabe.

Seit dem Zusammenschluss sei die Gasproduktion auf der Anlage um ca. 20 % gestiegen.

Dieses Gas wolle man in Zukunft nicht nur einsetzen als Primärenergie für den Wärmebedarf auf der Anlage – in früheren Zeiten wurde dafür Jahr für Jahr ca. 10 000 Liter Öl verbrannt – sondern auch für den Betrieb eines BHKW´s sowohl zur Strom- als auch Wärmegewinnung.

Die derzeitigen Berechnungen gingen von einer jährlichen Stromgewinnung in Höhe von ca. 235 000 KW/h aus. Das sei der Strombedarf von annähernd 55 Haushalten.

Bei ca. 290 000 KW/h liege derzeit der Strombedarf auf der Anlage, der mit dem angedachten Schritt um ca. 80% gesenkt werden könne und dies sei auch wirtschaftlich darstellbar.

Die Gebührenzahler dürften sich darüber freuen, dass es uns gemeinsam gelungen sei, die Kosten auf der Kläranlage um über 10 % zu senken.

Auch sein Dank galt den vielen Beteiligten. 

Möge sich das kommunale Fundament, so der Verbandsvorsitzende, viele Jahrzehnte als tragend erweisen zum Wohle unserer Bürger, für die wir Verantwortung tragen.

Die Ingenieure Bartsch und Hertkorn gingen in ihren Ausführungen auf die technischen Herausforderungen ein. Zusammen mit den beteiligten Firmen sei ein respektables Werk gelungen.

Die zahlreichen Gäste, darunter viele Gemeinderäte aus den Verbandsgemeinden, nahmen im Anschluss an den offiziellen Teil die Gelegenheit gerne wahr, die Anlagen in Adelberg als auch auf der Verbandskläranlage zu besichtigen.

Dank gebührt den Herren Klärmeister Bayer und Herrn Ing. Hertkorn für die Erläuterungen des aufwändigen Klärprozesses.