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News/Aktuelles

Autor: Marita Funk
Artikel vom 02.02.2017

Durchbruch geschafft

Sitzung des AWZV
Kläranlage

Vor 50 Jahren haben die Gemeinden Birenbach, Börtlingen und Wäschenbeuren den Abwasserzweckverband Marbach- und Krettenbachtal gegründet. Rechtzeitig zum Jubiläumsjahr erfährt der Verband mit dem Beitritt der Gemeinde Adelberg eine weitere Stärkung. Bereits vor über 2 Jahren ging bei der Verbandsverwaltung ein entsprechendes Gesuch ein. Doch zunächst musste die Leistungsfähigkeit der Anlage in Bezug auf die zusätzliche Schmutzwasserfracht geklärt werden. Ein bedeutendes Thema war auch die Wertermittlung der dann auf Adelberg entfallenden Eigentumsanteile. In vielen Gesprächs- und Beratungsrunden sowohl im Verwaltungsrat als auch beim Verband und in den jeweiligen Gemeinderäten reifte bald die Erkenntnis, dass ein Beitritt nur dann Sinn macht, wenn auf der Kläranlage weitere Investitionen getätigt werden. Vom Ingenieurbüro Hertkorn wurden Aufwendungen in Höhe von 702.325 € ermittelt. Diese, sowie die Beitrittssumme zum Verband in Höhe von 392.000 €, so das weitere Ergebnis der Gesprächsrunden, müssen von Adelberg übernommen werden. Diese Summe war auch wesentlicher Bestandteil des Fachförderantrags der Gemeinde Adelberg beim Land. Seit August 2016 steht nun fest, dass 80 % der Aufwendungen vom Staat übernommen werden. Weil die Nachrüstarbeiten auch Vorteile für die bisherigen Verbandsmitglieder mit sich bringen, beteiligen sich diese an den Ausgaben mit ca. 60.000 €. Der Vereinbarungsentwurf, den Verbandsvorsitzender Bürgermeister Karl Vesenmaier am 12.01.2017 im Rathaus in Birenbach bei der Vorbesprechung mit allen Gemeinderäten aus den vier Gemeinden vorgestellt hat, sieht auch vor, dass ein möglicher Kostensprung bei der Ausschreibung nicht zu Lasten der bisherigen Verbandsgemeinden gehen darf.

 

Mit dem Beitritt der Gemeinde Adelberg ergeben sich auch Änderungen beim Investitionsgefüge. Der Adelberger Anteil wird künftig 21 % betragen. Die Verbandsleitung rechnet ab dem Jahr 2018 mit jährlichen Einsparungen in Höhe von ca. 10 %. Von diesem Kostenminderungspotential profitieren alle Einwohner der erweiterten Zweckverbandsgemeinden. Weil Wäschenbeuren im Zeitraum der zurückliegenden 3 Jahrzehnte stark gewachsen ist, wurde ursprünglich vom Landratsamt die Forderung auf Erstellung eines zusätzlichen Regenüberlaufbeckens erhoben. Diese Investition hätte eine Menge Geld gekostet. Im Zuge der zeitaufwändigen Gesprächsreihe hat nun Wäschenbeuren ins Gespräch gebracht, freie Kapazitäten auf der Kläranlage für einen höheren Zulauf zu nutzen. Anstatt 34 l/sek können nun von Wäschenbeuren der Kläranlage zusätzliche 27 Liter zugeleitet werden. Als Ausgleichszahlung erhalten nun die Gemeinden Birenbach und Börtlingen jeweils 85.000 €. Der Bau eines weiteren Regenüberlaufbeckens ist damit vom Tisch. Das Beitritts- und Wertausgleichskonzept wurde mittlerweile von allen Gemeinderäten gebilligt. Die Mitglieder der Verbandsversammlung sind nun in der konstituierenden Versammlung am 01.02.2017 zur Fassung der entsprechenden Beschlüsse ermächtigt.

Und so stellen sich die Zahlungsströme für Wäschenbeuren dar:

-       Anspruch der Gemeinde Wäschenbeuren an die Gemeinde Adelberg wegen des Beitritts 180.320 €

-       Verpflichtung der Gemeinde Wäschenbeuren an die Gemeinden Birenbach und Börtlingen 170.000 €

-       Verbleiben bei der Gemeinde 10.320 €.

Der im Jahr 2014 für die Erstellung eines RÜBs bereitgestellte und bisher nicht eingesetzte Betrag in Höhe von 225.000 € wird nun nicht mehr benötigt.