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News/Aktuelles

Autor: Marita Funk
Artikel vom 28.03.2017

Sonne-Areal

Von rechts nach links: Jörg Allgayer, Roy Hummel, BM Vesenmaier, Claudia Merkt-Heer, Bernhard Edelmann, Peter Schührer, Uwe Weber, Manfred Weber und Erich Hieber
Bild: geplanter Fußweg vom Staufers Markt bis zur Ortsmitte

Auftakt mit dem Spatenstich für die Erstellung von 18 Wohnungen und einer Tagespflege

Nach den Abbrucharbeiten folgt jetzt der Neubau

Am vergangenen Donnerstag fanden sich ca. 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste am Sonne-Areal ein. Die Gemeinde hatte zusammen mit der Vinzenz von Paul gGmbH sowie der Massivhaus Weber GmbH zum offiziellen Spatenstich geladen. Bei günstigen Rahmenbedingen konnte Bürgermeister Vesenmaier neben der interessierten Bürgerschaft, etliche Mitglieder des Gemeinderats, Vertreter örtlicher Organisationen sowie Uwe Weber von der Weber Massiv- und Fertighaus GmbH aus Sulzbach an der Murr, Regionalleiter Roy Hummel und Geschäftsführer Jörg Allgayer der Vinzenz von Paul gGmbH begrüßen. Dieser führte anschließend aus, dass das Projekt nicht nur inmitten der Ortsmitte, sondern inmitten der Menschen realisiert werden soll. Insgesamt sei der Bau der Ganztagespflege von 300 qm sowie der Kauf der Wohnungen ein Glücksfall für alle. Dies bestätigte auch Uwe Weber, Geschäftsführer der Massiv- und Fertighaus GmbH, im Anschluss. Die kurzen Ansprachen wurden von Regionalleiter Hummel abgerundet, der nicht nur den Stellenwert des Pflegeangebots hervorhob, sondern auch die Stärkung des gemeinschaftlichen Lebens und des Miteinanders.

Trotz der kalten Temperaturen entstanden im Anschluss an den offiziellen Teil noch angeregte Gespräche. Interessierte Bürgerinnen und Bürger informierten sich an den aufgestellten Tafeln über das anstehende Projekt.
Die ersten Baumaschinen werden in den nächsten Wochen anrücken, sodass das derzeit brach liegende Gelände eine Form annehmen wird.

Nachfolgend ein Ausschnitt aus der Rede von Bürgermeister Vesenmaier:

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger und Gäste,

nachhaltige Innenentwicklung betreiben erfordert viel Geduld, verbunden mit oft jahrelangem Warten bis der Zeitpunkt der Projektreife gekommen ist.  Heute ist es nicht mehr damit getan, ein Grundstück zu kaufen, es dann später abzureißen und wieder neu zu bebauen. Heute spricht man von der Entwicklung neuer Quartiere. Und ein Quartier ist nun mal größer wie die Bebauung eines überschaubaren Einzelgrundstücks. Ein Quartier kann aber auch nur an einer städtebaulich interessanten Stelle zum Erfolg reifen.

Mit dem Erwerb des Anwesens Hetzengasse 4 erkannten Gemeinderat und Gemeindeverwaltung bereits vor ca. 25 Jahren im dortigen Bereich die Chance für ein späteres Bauprojekt. Dieses wurde damals umgebaut und als 6- Familienhaus zwischengenutzt. Der Erwerb der ehemaligen benachbarten Gaststätte „Sonne“ im Jahre 2013 sowie der Auszug des Pächters eröffnete dann die Möglichkeit über eine baldige Umsetzung eines Neubauvorhabens nachzudenken.  Schließlich war auch das äußere Erscheinungsbild einer aufstrebenden Gemeinde nicht mehr würdig. Erst der weitere Erwerb des ebenfalls angrenzenden Anwesens Göppinger Straße 5 Ende 2015 brachte den Durchbruch. Die Gemeinde konnte nun ein neues Gesamtgrundstück von ca. 2000 qm ihr Eigen nennen.

Doch Visionen sind die eine Seite. Die andere Seite ist, die Voraussetzungen für eine Umsetzung zu schaffen. Ein Wettbewerb sollte Aufschluss bringen, welche Nutzungen hier möglich sind, wobei der Schaffung neuen Wohnraumes hohe Priorität eingeräumt wurde. 3 namhafte Göppinger Planer erklärten sich bereit, Testentwüfe zu erstellen. 1,5 Millionen € hat die Gemeinde möglichen Investoren als Kaufsumme neu entstehender Wohnungen in Aussicht gestellt. Doch über eine Phase von über 4 Monaten herrschte gähnende Leere. Keinem der Spitzenarchitekten war es gelungen, einen Bauträger nach Wäschenbeuren zu locken.

Dann nahmen der Gemeinderat und die Verwaltung das Heft des Handelns wieder selbst in die Hand. Herr Uwe Weber, als Geschäftsführer der Firma Fertigbau Weber aus Sulzbach an der Murr konnte von der interessanten Aufgabe überzeugt werden. Er war es, der auch bereits vor 12 Jahren das Kardinal Kasper Haus für die Stiftung Haus Lindenhof gebaut hat. Die vorgeschalteten Testentwürfe erwiesen sich bei der neuen Planung als durchaus wertvoll. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Planung aber immer noch eine „Reise mit vielen Unbekannten“. Doch wer nichts wagt, der gewinnt auch nichts. Dem Zufall oder den gesellschaftlichen Veränderungen war es zu verdanken, dass die Vinzenz von Paul gGmbH auf das Wäschenbeurener Projekt aufmerksam wurde.  Die ursprüngliche Idee war, in das künftige Gebäudeensemble eine Ganztagespflege mit ambulantem Pflegkonzept zu integrieren. Daraus ist nun mehr geworden. Weitere 6 Wohnungen im neuen Gebäude entlang der Göppinger Straße ergänzen nun deren Kaufanteil.

Und so stellt sich die Gesamtnutzung dar:

Ganztagespflegebereich mit ca. 300 qm

18 Wohnungen, davon Erwerb von 4 Einheiten durch die Gemeinde, welche sich nach den geänderten Rahmenbedingungen nur noch mit ca. 700.000 in das Projekt einbringt. Weitere 6 Wohnungen werden durch die Vinzenz von Paul gGmbH gekauft.

Auch für die restlichen 8 Wohnungen ist das Kaufinteresse aus der Bürgerschaft und den umliegenden Gemeinden erheblich. Zu erwähnen ist auch eine kleinere gewerbliche Nutzungseinheit im Gebäudeteil entlang der Göppinger Straße sowie 20 Tiefgaragenplätze. Das Gebäudevolumen beträgt

insgesamt 13.500 m³.

Zum Vergleich: Bei den 3 Häusern der Ortsmittebebaung, Lorcher Str 2 bis 2/2 beträgt das Bauvolumen 11.500 m³ und beim Kardinal Kasper Haus ca. 8.000 m³.

Liebe Gäste, wir bauen nicht des Selbstzweckes wegen, vielmehr bauen wir im Dienste unser Mitbürgerinnen und Mitbürger. Wir alle wollen gesund alt werden und möglichst bis zum Schluss in unseren angestammten Wohnungen verbleiben. Doch die Realität sieht meist anders aus und da ist es gut, wenn die Gemeinde im eigenen Ort mit Pflegeeinrichtungen Vorsorge getroffen hat basierend auf möglichst viel Individualität.  Das Konzept der Vinzenz von Paul gGmbH wird dieser anspruchsvollen Herausforderung im hohen Maße gerecht.  Zusammen mit der Stiftung Haus Lindenhof sind wir aber auch bereits vor über 12 Jahren einen richtungsweisenden Schritt gegangen. Einige Seniorengenerationen haben bisher davon profitiert. Dafür an dieser Stelle auch der Stiftung Haus Lindenhof und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie dem Förderverein Dank und Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit.

Ohne die großzügige Förderung durch das Landessanierungsprogramm wäre es für die Gemeinde kaum möglich gewesen, zu der neuen Herausforderung ja zu sagen.

Bevor die Gebäude abgerissen wurden, galt es, für annähernd 40 Personen der Gemeinde neuen Wohnraum zu finden. Dies war nicht einfach. Doch mit dem engagierten Team der Gemeindeverwaltung und des Bauhofes ist uns auch diese Aktion einvernehmlich gelungen. Interessant zu erwähnen ist, dass der Fußweg vom Edeka-Markt künftig bis in die Ortsmitte führen wird. Auch dies wird aus diesem Programm großzügig gefördert.

Noch ist der Blick von der Hetzengasse in Richtung Ortsmitte alles andere als attraktiv. Die im Blickfeld stehenden Gebäude Göppinger Straße 3 und 5 müssen dringend saniert werden. Dafür hat der Gemeinderat für das Gebäude Göppinger Straße 5 bereits Mittel zur Verfügung gestellt. 

Bild: geplanter Fußweg vom Staufers Markt bis zur Ortsmitte

Der Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung sehen es weiterhin als Verpflichtung an, wachsam zu sein und auch die Chancen der innerörtlichen Erneuerung an anderer Stelle zu nutzen. Es dürfte November 2018 werden, bis der Gebäudekomplex bezugsfertig sein wird. Doch diese Wartephase wird danach vom Erfolg gekrönt sein.

Die Großbaustelle entlang der B 297 dürfte auch für manche Fahrzeuglenker als Symbol empfunden werden, dass in Wäschenbeuren vieles in Bewegung ist. Für diese Entwicklung steht auch unsere Einwohnerzahl, die in den vergangenen 30 Jahren um über 50 % nach oben geklettert ist. Derzeit im Bau befinden sich im Ort ca. 50 Wohnungen. Wir tun damit eine Menge für den Mangel am Wohnungsmarkt und ich denke auch an richtiger Stelle.

Stellvertretend für den Gemeinderat sage ich Danke an Alle, die uns bisher bei der Entwicklungsplanung unterstützt haben. Besonderer Dank gebührt Ihnen, Herr Weber, für das Vertrauen, das uns seit vielen Jahren verbindet.

Nochmals besten Dank auch an Sie sehr geehrter Herr Allgaier und sehr geehrter Herr Hummel von der Vinzenz von Paul gGmbH für die gemeinsame Projektpartnerschaft.