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News/Aktuelles

Autor: Marita Funk
Artikel vom 28.06.2017

Neue Technik im Wasserturm

Für Trockenperioden gewappnet

Am vergangenen Donnerstag besichtigte der Gemeinderat zusammen mit Vertretern der EVF den technisch umfassend erneuerten Wasserturm. Dem vorausgegangen war, wie bereits berichtet, eine grundsätzliche Überprüfung des ca. 35 Jahre erstellten Bauwerks durch die EVF im Jahr 2016.

Diese hatte ein Konzept zur Behebung der Schwachstellen sowie benötigter technischer Neuerungen ausgearbeitet. Ergebnis: Rund 90.000 Euro Investitionen für eine Erneuerung der Elektrotechnik inklusive Objektschutz, Einbau einer Druckerhöhungsanlage inklusive Hydraulik, Erneuerung der Mess- und Regeltechnik sowie einer punktuellen Betonsanierung einschließlich Luftentfeuchtung. Durch die Installation der technischen Fernüberwachungssysteme kann der Wasserturm nun fernüberwacht werden.

Besonders wichtig war bei der Sanierung der Einbau der Druckerhöhungsanlage inklusive Hydraulik, da damit künftig die Versorgungssicherheit auf hohem Niveau gewährleistet ist. Hintergrund ist, dass die Speicherkapazität im Hochbehälter, der sich in der Turmspitze des Wasserturms befindet, nur 100 m3 beträgt. Die Erdbehälter fassen dagegen 1.000 m3. Diese Aufteilung entspricht jedoch nicht mehr der aktuellen Anzahl und Verteilung der Bevölkerung. Durch den Einwohnerzuwachs um 50 % in den vergangenen Jahrzehnten sowie die vielen höhergelegten Neubaugebiete, wird rund 2/3 des Ortes durch die Hochzone und 1/3 des Ortes durch die Niederzone versorgt.

Im normalen Versorgungsbetrieb war dies in der Vergangenheit stets unproblematisch. Bei einem extremen Wasserverbrauch, bspw. durch einen sehr großen Wasserrohrbruch oder einer Brandkatastrophe hätte dagegen das Wasserversorgungsnetz zusammenbrechen können. In solchen Ausnahmefällen wurde in der Vergangenheit der Wasserzulauf der LW manuell weiter hochgefahren Doch auch dieser Zufluss ist vertraglich  auf 9 Liter pro Sekunde beschränkt. Mit der eingebauten Druckerhöhungsanlage kann nun mittels Fernsteuerung bei Bedarf Wasser aus dem Erdbehälter in den Hochbehälter gepumpt werden.

Insgesamt zeigten sich die Mitglieder des Gemeinderats sowie der Verwaltung von der abgeschlossenen Sanierung sowie der technischen Fernüberwachungs- und steuerungsmöglichkeit sehr zufrieden.