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News

Autor: Marita Funk
Artikel vom 22.05.2018

Abwasserzweckverband Marbach- und Krettenbachtal auf gutem Kurs

Weiteres Einsparpotential in greifbarer Nähe

Rechnungsabschluss 2017 sowie Haushalt 2018

Mit einer günstigeren Betriebskostenumlage für 2017 konnte Verbandsvorsitzender Bürgermeister Karl Vesenmaier bei der Verbandsversammlung im Börtlinger Rathaus aufwarten. Diese positive Entwicklung wurde maßgeblich beeinflusst durch einen optimierten Betrieb des Faulturms. Bedingt durch Wärmedämmmaßnahmen kann seit Abschluss der Arbeiten der Gärprozess optimal gefahren werden mit dem Ergebnis einer reduzierten Schlammmenge und einer Erhöhung der Gasproduktion. Während früher die Temperatur des Faulturms insbesondere in den Wintermonaten durch den Einsatz von Heizöl ermöglicht wurde, können jetzt die Temperaturschwankungen durch die Eigenproduktion ausgeglichen werden. Mittelfristig sind weitere energetische Verbesserungen in der Planung. So soll mit dem Gasüberschuss ein Blockheizkraftwerk betrieben werden mit dem Ziel, den Stromverbrauch auf der Anlage weiter zu reduzieren. Auf der Agenda steht auch die Stromerzeugung mit Solarmodulen zur Eigennutzung. Der derzeitige Stromverbrauch auf der Anlage beträgt jährlich ca. 240.000 KWh. Dies entspricht in etwa dem Verbrauch von 60 Haushalten. Der wirtschaftliche Betrieb der Anlage ermöglichte eine reduzierte Kostenumlage an die Gemeinden mit 1,03 €/m³.

Die Aktivitäten auf der Anlage waren auch geprägt von Investitionsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Beitritt der Gemeinde Adelberg zum Abwasserzweckverband. Im Haushalt 2017 wurden hierfür Mittel in Höhe von 702.500 € bereitgestellt. Die Maßnahme wurde vom Verband im Auftrag der Gemeinde Adelberg abgewickelt. Die dortige Refinanzierung erfolgt deutlich überwiegend durch Zuschüsse des Landes. Auch die anderen Zweckverbandsgemeinden sind daran angemessen beteiligt. Der Jahresabschluss erfolgte von der Versammlung einstimmig.

Einstimmig wurde auch der Haushalt für das Jahr 2018 mit weiterer reduzierter Betriebskostenumlage auf 1 €/m³ beschlossen. Nachdem die ungeklärten Abwässer aus Adelberg voraussichtlich nach den Sommerferien die Anlage erreichen, gilt ab dieser Zeit bei den Betriebskosten ein getrennter Kostenverteilerschlüssel für

-       die Verbandssammler in den Gemeinden Wäschenbeuren, Birenbach, Börtlingen

-       die Rechenanlage mit Geröllfang und Sandfang auf der Kläranlage

-       die sonstigen, von allen Verbandsgemeinden genutzten Einrichtungen auf der Kläranlage.

Damit wird die besondere Situation in den jeweiligen Gemeinden berücksichtigt.

Erneuerung der 10 KV Schaltanlage und des Trafos

Die Kläranlage des Zweckverbands wird mittelspannungsseitig mit 10 KV versorgt. Die hierfür erforderliche Schaltanlage mit Transformator steht im Eigentum des Verbands. Die Schaltanlage selbst ist aus dem Jahr 1973, der Transformator wurde aufgrund PCB-Richtlinien im Jahr 1995 erneuert.

Eine Prüfung des Trafos ergab starken Spinnwebenbesatz, die im ungünstigen Fall Spannungsbögen auslösen, welche zu einer Beschädigung der Anlage führen könnten.

Nach kurzer Aussprache wurde die Ersatzinvestition beschlossen. Der Auftrag ging an die Firma Netze BW zum Preis von 43.435,00 €.

 

In den Ämtern bestätigt:

Auf Ende 2018 laufen die Amtszeiten aus für den Verbandsvorsitzenden und dessen Stellvertreter. In den Ämtern bestätigt wurden:

für den Verbandsvorsitz                              Bürgermeister Karl Vesenmaier, Wäschenbeuren

für den 1. stellvertretenden Vorsitz              Bürgermeister Franz Wenka, Börtlingen

für den 2. stellvertretenden Vorsitz              Bürgermeister Frank Ansorge, Birenbach

Annahme von Grubenwasser und Klärschlamm - Einführung einer jährlichen Verwaltungsgebühr

Der Verband bietet seit 2010 die Annahme von Grubenwasser und Klärschlamm von Anwesen ohne Anschluss an die öffentliche Abwasserbeseitigung an.

Die hierfür erhobenen Gebühren betragen seit der Einführung unverändert für

- Abwasser aus geschlossenen Gruben je m³            2,30 €,

- Klärschlamm je m³                                             34,00 €.

Wie sich aus der Praxis der letzten Jahre zeigt, kann es insbesondere bei der Anlieferung von sehr geringen Mengen dazu kommen, dass der mit der Anlieferung und Abrechnung verbundene Verwaltungsaufwand die tatsächlich erhobene Gebühr um ein Vielfaches übersteigt. Zusätzlich zu den Annahmegebühren beschlossen wurde daher eine Verwaltungsgebühr von 25 € pro Zufuhrtag.

Im Anschluss an die Verbandsversammlung erfolgte unter Leitung von Herrn Dipl. Ing. Hertkorn eine Besichtigung der Kläranlage.