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News

Autor: Marita Funk
Artikel vom 04.07.2018

Innerörtlicher Verkehr auf der B 297

Trend geht nach oben

 

Über 50 % beim LKW-Verkehr seit 2007

Die Verkehrsbelastung auf der B 297 nimmt stetig zu. Bereits vor über 2 Jahrzehnten gab es massive Klagen der Anwohner und um die Jahrtausendwende war auch eine Ortsrandentlastungsstraße im Gespräch. Der Plan wurde in einer Bürgerversammlung vorgestellt und auch debattiert. Doch einen positiven Trend für die Realisierung dieser Trasse, die im Rahmen einer Machbarkeitsstudie erarbeitet wurde, gab es nicht. Vielmehr gab es breite Kritik zur damals angedachten Umsetzung, die allerdings einhergegangen wäre mit einem massiven Eingriff in die Natur. In Zyklen gab es in der Folgezeit immer wieder ein Aufbäumen der betroffenen Anwohner gegen die gefühlte Verkehrszunahme. Im Jahr 2007 entschloss sich dann die Gemeindeverwaltung zur Verkehrszählung. Jetzt steht dem Rathaus eine 11jährige Zählreihe zur Verfügung. Das Ergebnis ist erschreckend. Immer mehr Verkehr wird auf der B 297 gebündelt. Dies ist auch behördlich so gewollt. Schließlich sind die anderen Schurwaldübergänge für große LKWs gesperrt. Auch nach der Freigabe der Ortsumfahrung von Mögglingen wird die Achse der B 297 eine weitere Verkehrswelle erreichen. Bei der Aussprache im Gemeinderat bedauerte Bürgermeister Karl Vesenmaier, dass die Bundes- und Landespolitik diesen bedeutenden Verkehrsstrang bisher stets ausgeblendet habe. Man habe sich auf die A 8, die B 10 und auf die Schnellbahntrasse Stuttgart – Ulm konzentriert. Die Politik, so der Schultes, müsse bei Planungen stets 30 Jahre voraus sein. Es wäre für ihn ein Alptraum, wenn man vorausschauend das Jahr 2050 im Blick habe. Der Entwicklung könne man aber auch etwas Positives abgewinnen. Für ihn kämen lokale Umgehungen nicht mehr in Frage. Vielmehr müsse das Problem tiefgreifend angegangen werden. Es gelte eine Verbindung zwischen der vierspurigen B 10 und der ebenfalls vierspurigen B 29 zu schaffen, abschnittsweise mit Untertunnelungen. Bei der Großbaustelle zwischen Stuttgart und Ulm würden derzeit 50 Kilometer Tunnelröhren gebaut. Mit einem guten Willen seitens der großen Politik wäre auch das Problem B 297 lösbar. An Geld jedenfalls würde es derzeit nicht fehlen. Überwiegende Unterstützung bekam der Schultes bei der heftig geführten Debatte aus der Mitte des Gemeinderats. Angeregt wurde gar die Gründung eines Aktionsbündnisses zur Durchsetzung der Ziele. Auf Anregung von Bürgermeister Karl Vesenmaier sollten sich nun alle an der Trasse liegenden und betroffenen Kommunen zusammensetzen mit dem Ziel, Mittel für eine zukunftsweisende Studie zur Lösung des Verkehrsproblems in die Hand zu nehmen. Dieser Vorschlag wurde mehrheitlich angenommen.