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News

Autor: Marita Funk
Artikel vom 31.07.2018

Breitbandausbau in Wäschenbeuren

Das Thema Breitbandausbau bildet eines der großen Zukunftsherausforderungen in den nächsten Jahren. Mit dem im Jahr 2011 erfolgten Ausbau der Telekom sowie den über das Kabelnetz vorhandenen Breitbandanschlüssen verfügt Wäschenbeuren schon heute über einen Versorgungsgrad, der deutlich über dem Kreisdurchschnitt liegt. Trotz der in der Vergangenheit getätigten Investitionen bestehen innerhalb des Ortes derzeit allerdings noch spürbare Unterschiede hinsichtlich der Versorgungsqualität der vorhandenen Breitbandanschlüsse, zumal diese überwiegend noch Kupfer- bzw. Koaxialkabel basierend sind.

Für eine Bestandsanalyse der Situation vor Ort mit dem Zweck, zum einen vorhandene Deckungslücken zu schließen, generell aber auch für den Gesamtort eine Strategie zum Breitbandausbau auf Glasfaserbasis entwickeln zu können, hat die Gemeinde einen Förderantrag auf Bezuschussung von Beratungsleistungen gestellt und einen Förderbescheid aus Berlin in Höhe von bis zu 50.000 € erhalten.

Gegenstand der Beratung ist das Musterleitbild „Gigabitgesellschaft“, über das ein Ausbauplan für einen flächendeckenden Breitbandausbau über FTTB (Fibre to the building)/FTTH (Fibre to the home) als Grobnetzplanung erstellt wird. Ergänzend dazu wurde darüber hinaus das Musterleitbild „Wirtschaftlichkeitsabwägung“ beantragt und bewilligt, über das unterversorgte Gebiete, sogenannte weiße NGA-Flecken, ermittelt und Strategien zur Abdeckung dieser Bereiche erarbeitet werden sollen. Entsprechend vorliegender Referenzen wurden von der Gemeindeverwaltung 4 Firmen angeschrieben, die diese Beratungsleistungen anbieten und auf diesem Gebiet in der Region bzw. im Landkreis Göppingen schon erfolgreich tätig waren. Grundlage für die Ausschreibung bildete das im Förderantrag definierte Leistungsbild.

Das wirtschaftlichste Angebot hat aus Sicht der Verwaltung die Fa. Micus Strategieberatung GmbH, Düsseldorf, zum Bruttoangebotspreis von 29.988,00 € abgegeben. Bei der Beratung war es dem Gemeinderat wichtig, weiterhin mit voller Kraft den Breitbandausbau in der Gemeinde voranzutreiben. Folgerichtig wurde damit auch das Gesamtpaket der Beratungsleistungen bei der genannten Firma mit der FTTP- Grobnetzplanung, der flächendeckenden Feinnetzplanung, sowie der FTTB-Migrationsplanung für bestehende KVZ in Auftrag gegeben. Wie bereits erwähnt, übernimmt die Planungskosten gänzlich der Bund.

Sobald die Plangrundlagen vorliegen, sollen als erstes die „weißen Flecken“ im Ort ermittelt werden. Das sind alle Bereiche, die unter 6 MB aufweisen. Dann geht es in einem weiteren Schritt bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung um die Ausschreibung der Deckungslücke.

Dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung ist es wichtig, dass bald Glasfaser zum Einsatz kommt. Dazu hat sich der Bund mittelfristig in einem Sonderprogramm verpflichtet. Bis zum Jahre 2030 sollen 90 % aller Gebiete damit versorgt sein.

Die Firma Micus ist im Landkreis nicht unbekannt. Dort hat sie in der zurückliegenden Zeit die Backboneplanung durchgeführt. Die Zusammenarbeit, so wird berichtet, sei bisher sehr erfolgreich verlaufen.