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News

Autor: Marita Funk
Artikel vom 28.11.2018

Die Zukunft im Blick

In der vergangenen Gemeinderatssitzung stand der Tagesordnungspunkt „Digitalisierung von Bürgerdiensten“ auf der Agenda. Dem vorausgegangen war ein Antrag im Rahmen der Haushaltsplanberatungen.

In der umfassenden Sitzungsvorlage informierte die Gemeindeverwaltung über die unterschiedlichen Möglichkeiten, dem Trend der Digitalisierung zu entsprechen. Unter www.waeschenbeuren.de fänden die Bürgerinnen und Bürger unter der Rubrik „Rathaus“, Unterrubrik „Bürgerservice“ – „Formulare Rathaus“ bereits aktuelle Formulare zu unterschiedlichen Themenbereichen. Neben diesem Angebot sei auch das landesweite Online-Angebot von Service-BW auf der kommunalen Website eingepflegt.

Leicht anzupassen und zu erweitern seien die Formularangebote auf der Homepage der Gemeinde. Dies wurde auch als ersten Schritt zu mehr Digitalisierung seitens der Verwaltung empfohlen.

Stufe 2 sei die Aktivierung einer De-Mail-Adresse. Bei einer De-Mail-Adresse handle es sich um eine rechtssichere Form der elektronischen Kommunikation. Im Gegensatz zu regulären eMails seien die De-Mails auf dem Transportweg zwischen dem privaten PC und dem Behörden-PC immer verschlüsselt. Ein Mitlesen oder Verändern sei nicht möglich. Ein Vorteil der Nutzung sei neben der rechtssicheren Kommunikation auch die Bestätigung, dass diese analog zu den ausgedruckten Schriftstücken als zugestellt gelten.

Eine weitere Digitalisierungsmöglichkeit, somit Stufe 3, bestünde in der Digitalisierung einzelner Prozesse, wie beispielsweise einer Gewerbean-/abmeldung. Nach Rücksprache mit dem kommunalen Rechenzentrum ITEOS arbeite das Land derzeit an einem einheitlichen Online-Service-Angebot für alle Städte und Gemeinden für rund 20 Prozesse. Geplant sei, dass dieser Service bis 2020 landesweit verfügbar sei. Sollte eine schnellere Digitalisierung gewünscht sein, so sei dies nur über eine spezifische „Insel-Lösung“ möglich. Von dieser Variante wurde jedoch seitens der Verwaltung abgeraten.

Die vorgestellten Möglichkeiten wurden umfassend im Gremium diskutiert. Es bestand einhellig die Meinung, dass im ersten Schritt das Formularangebot erweitert werden soll. Bei der Einführung einer De-Mail, so die Auffassung im Gremium, wäre eine umfassende Information über die Möglichkeiten und Rechtsfolgen notwendig. Bezüglich der Stufe 3 wurde die Digitalisierung durch das Land begrüßt. Von einer vorgezogenen „Insel-Lösung“ wurde Abstand genommen.

In den nächsten Tagen wird nun das Formularangebot auf der gemeindlichen Homepage erweitert. Kurz nach der Beratung im Gremium wurden die Gemeinden zudem darüber informiert, dass landesweit durch das Ministerium für Inneres, Digitalisierung & Migration den Kommunen ein Behörden-eMail-Konto auf dem Online-Portal „service-BW“ zur Verfügung gestellt wird. Dieses Behördenkonto soll ab dem Jahr 2019 zur Verfügung stehen und damit nicht nur einen sicheren elektronischen Übermittlungsweg zwischen den Behörden ermöglichen, sondern auch für die Kommunikation zwischen Gemeinde und Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen. Da das Behördenpostfach vergleichbar mit einer De-Mail ist, werden somit bis ins Jahr 2019 zwei der drei Digitalisierungsstufen erreicht. Unabhängig von den Landesinitiativen wird die Gemeindeverwaltung sich stetig im Bereich der Digitalisierungsmöglichkeiten informieren und weiterbilden, sodass das kommunale Angebot zukunftsfähig gestaltet werden kann.