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News/Aktuelles

Autor: Marita Funk
Artikel vom 12.03.2019

Gombiger Donnerstag: Rathaus entmachtet

Rathaussturm

Am vergangenen Donnerstag fanden sich wieder zahlreiche Kinder der Kindergärten und der Grundschule, Eltern, Großeltern, Bewohner des Kardinal Kasper Hauses und interessierte Bürgerinnen und Bürger vor dem Rathaus ein. Eingeladen hatte der Brauchtumsverein zur traditionellen Entmachtung des Bürgermeisters.

Nach einer Begrüßung durch Marco Schmid, wurde Bürgermeister Karl Vesenmaier aus dem Rathaus geholt und unter großem Applaus die Krawatte abgeschnitten sowie der Rathausschlüssel abgenommen.

Einleitend betonte der Vorsitzende des Brauchtumsvereins, dass in Wäschenbeuren viel gut laufe und mit Umsicht umgesetzt werde. Um dies zu bekräftigen, sangen im Anschluss daran die Anwesenden das „Karle-Lied“.

Er sei der Kapitän im Ort, der die Richtung vorgebe. Da es neben dem Kapitän auch immer einen Piloten und Funker gebe, wurde kurzerhand Hauptamtsleiterin Funk in den Rathaussturm als Pilotin und Funkerin involviert.

Im vergangenen Jahr sei aber nicht alles optimal gelaufen. Es gebe auch Schwachstellen, die man im Rahmen des Rathaussturmes dem Schultes vor Augen führen wolle. Angefangen wurde mit dem Thema der Pedelec-Verleih-Station am Marktplatz. Das Ausleihen sei zu schwer, insbesondere die Schlösser ein unüberwindbares Risiko. Erste Aufgabe des Schultes war daher das Erraten der aktuellen Einwohnerzahl, um damit das Zahlenschloss eines Pedelecs zu öffnen. Nachdem dies geschafft war, mahnte Marco Schmid an, dass in den örtlichen Straßen – insbesondere im verkehrsberuhigten Bereich – häufig zu schnell gefahren werde. Um die langsame Geschwindigkeit zu üben, war es im Folgenden die Aufgabe von Karl Vesenmaier mit dem Pedelec zu fahren und dabei den Kindern, die Fußball spielten und mit Fahrzeugen fuhren, auszuweichen.

Kaum war diese Aufgabe geschafft, wurde mit mahnenden Worten dem Schultes vorgetragen, dass die neuen Sicherheitsbestimmungen in der Bürenhalle fast unüberwindbare Hürden an die Vereine stellen würden. Insbesondere, der Meister für Veranstaltungstechnik habe im vergangenen Jahr einige Mängel festgestellt, die die Gemeinde bis zu diesem Jahr noch nicht behoben habe. Kurzerhand wurde daher Frau Funk zur Meisterin für Veranstaltungstechnik benannt und erhielt ein entsprechendes Outfit. Einige der anwesenden Kinder wurden als Vertreter der Security und der Feuerwehr eingebunden. 

Eine weitere Schwachstelle im vergangenen und aktuellen Jahr sei zudem, dass die Fasnetwimpel nicht mehr aufgehängt werden könnten. Die alten Befestigungen seien nicht mehr ausreichend. Die neuen technischen Auflagen aus dem Rathaus seien für die Veranstalter völlig übertrieben.  Da aber in diesem Jahr nicht auf die bekannten und traditionellen Fasnetswimpel verzichtet werden wolle, müssten nun der Bürgermeister zusammen mit seiner Pilotin diese am Fasnetsumzug tragen und damit den Umzug anführen. Unter großem Applaus und dem „Karle-Lied“ übten die beiden Auserwählten gleich für die wichtige Aufgabe am Fasnetssamstag. Augenzwinkernd konterte der Schultes, dass eine Anklage nur funktioniere, wenn nicht alles während des Jahres optimal gelöst werde.

Zum Schluss lud die Gemeinde die begeisterte Menge zu einem Umtrunk ins Rathaus ein, um sich mit Brezeln, Saft und Sekt zu stärken.

Hinweis: es wurden nicht alle Bilder, die in der Print-Ausgabe erscheinen, auch online veröffentlicht.