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News/Aktuelles

Autor: Marita Funk
Artikel vom 14.05.2019

Wohnmobilstellplätze im Ort

Seit 2 Jahren befasst sich der Gemeinderat mit der Ausweisung von Wohnmobilstellplätzen. Obwohl sich sowohl die Mitglieder des Gemeinderats als auch die Gemeindeverwaltung Gedanken über den geeigneten Standort gemacht haben, gab es bisher keinen Ansatz für eine brauchbare Lösung. Bürgermeister Karl Vesenmaier berichtete in den vergangenen Sitzungen über viele Eigentümergespräche. Das Thema sei bei ihm stets präsent. Mancher Entwicklungsprozess brauche aber seine Zeit.

Neue Brisanz bekam das Thema durch einen gemeinsamen Antrag der Gemeinderäte Peter Baudisch und Thomas Wolff.

Die Antragsteller konkretisierten diesen mit einem gut ausgearbeiteten Plan. Dieser sieht im südöstlichen Bereich des Gewerbegebiets die Abtrennung einer Fläche, abgehend von einem Gewerbeplatz vor.

Wegen des guten Beschriebs des angedachten Projekts holte die Gemeindeverwaltung bei einer Fachfirma Preise für die Umsetzung des Planes ein. Auch wurde der Plan dem Landratsamt zur rechtlichen Beurteilung vorgelegt.

Letztere Stelle verwies darauf, dass der Plan wegen entgegenstehender Bestimmungen des Bebauungsplans (Grünbereich) nur deutlich reduziert zur Ausführung kommen könne.

Zusammenfassend, so Schultes Karl Vesenmaier, würden unter Berücksichtigung des Einsatzes einer Gewerbefläche Kosten in Höhe von ca. 300 000 € entstehen.

Dieser Nummer sei für ihn bezüglich des Zweckes viel zu groß. An anderer Stelle könne man mit Sicherheit Kosten sparen.

 

GR Baudisch zeigte sich irritiert über die Kostenrechnung. Gerne könne man zuerst den Platz in einer Schottervariante realisieren. Zudem müsse bei der Kostenrechnung auch die Einnahmenseite beachtet werden. Bei 6 Stellplätzen könne man mit max. 2000/Übernachtungen pro Jahr rechnen. Bei einer realistischen Auslastung von 20 % wären dies 400 Übernachtungen. Nach seiner Erfahrung könne man 8 Euro/Nacht verlangen, sodass man mit 3.000-3.500 Euro pro Jahr an Einnahmen rechnen könne.

Insgesamt sehe er großes Potential in Wäschenbeuren. Die Gemeinde besteche durch die Naherholungsmöglichkeiten und die schöne Landschaft. Beim heutigen Antrag gehe es ihm darum, einen Schritt weiter zu kommen.

 

GR Wolff sieht eine Realisierung bei Kosten von 300.000 Euro ebenfalls als utopisch an. Man könne, so wie GR Baudisch ausgeführt hat, erst klein anfangen. Dennoch sei es ein wichtiges Thema für den Tourismus.

 

GR Weber verweist darauf, dass die Freien Wähler ursprünglich den Antrag auf Erstellung von Wohnmobilstellflächen gestellt hätten. Hintergrund sei, dass die Wohnmobilstellplätze Potential für den Tourismus bieten. Er bezweifle jedoch, dass der nun diskutierte Platz der Beste sei. Denkbar seien ein Platz am Burren oder in der Nähe des Bauhofs.

GR Hieber sieht ebenfalls eine Realisierung zu einer geringeren Investitionssumme als möglich an und verweist auf Wohnmobilstellflächen in der Nachbarschaft, die mit relativ geringem finanziellen Aufwand angelegt wurden.

 

GR Schührer bezweifelt den wirtschaftlichen und touristischen Effekt. Er sprach sich gegen die Realisierung von Wohnmobilstellflächen aus.

GR Hokenmaier erinnert daran, dass im Gremium – unabhängig von Einzelmeinungen- bereits der Grundkonsens bestand, dass entsprechende Stellplätze realisiert werden.

 

GR Käfer bat bei der Suche und Realisierung die Verhältnismäßigkeit von Kosten, Nutzen, Größe und Störfaktoren zu beachten. Nach längerer Aussprache einigte sich das Gremium auf eine Deckelung der Kosten von maximal 100 000 €.

Die Suche nach einem geeigneten Platz soll nun weitergeführt werden, wobei nur Flächen in Frage kommen, bei denen die Infrastruktur (Wasser, Anschluss an das öffentliche Kanalisationsnetz, Strom) vorhanden ist.