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News/Aktuelles

Autor: Marita Funk
Artikel vom 10.07.2019

Eichenprozessionsspinner - Fehlalarm

Spinnerraupen

Aktuell gehen bei der Gemeindeverwaltung Meldungen bezüglich dem Befall von Eichenbäume mit dem Eichenprozessionsspinner ein. Eine Gesundheitsgefährdung kann von den sehr feinen Haaren der Raupen ausgehen, die Reize auslösen können.
Bereits vor einigen Wochen wurden Nester im Bereich Seeäcker, TSV-Sportplatz und Lindenbronn gespritzt, um so die Ausbreitung zu verhindern.

Der Befall ist nicht neu. Die wärmeren Winter zeigen hier deutlich ihre Wirkung. Bereits in den vergangenen fünf Jahren wurde hier die Gemeinde regelmäßig tätig, indem vorbeugend für einige tausend Euro Eichen im innerörtlichen Bereich gespritzt wurden oder bei einem entsprechenden Befall in einem gefährdeten Gebiet Nester abgesaugt wurden. Die Gemeinde wird hierbei nur im öffentlichen Bereich tätig, auf privaten Grundstücken ist der Eigentümer verantwortlich.

Aktuell wurden der Gemeinde ein Befall im Bereich der Kleingärten gemeldet. Dieser sei am Samstag sehr großflächig gewesen, am Montag dagegen schon abgeflacht. Einige Eigentümer berichten, dass die Raupen aus den gegenüberliegenden Feldern kommen würden. Eine Fachfirma der Schädlingsbekämpfung informierte die Gemeindeverwaltung am Montagnachmittag darüber, dass es sich bei den gemeldeten Raupen um Spinnerraupen handeln würde. Die genaue Art könne nicht durch das vorgelegte Foto bestimmt werden. Der Art der Spinnerraupen sei jedoch gemeinsam, dass diese auch auf Feldern auftreten würden. Auch die Mitarbeiter des Bauhofs bestätigten, dass es sich die Raupen im Bereich der Kleingärten von den sonstigen Eichenprozessionsspinnern unterscheiden würden.
Die Bekämpfung der sonstigen Spinnerraupen ist jedoch schwieriger, da diese großflächiger erfolgen muss und in diesem Zusammenhang ggf. angrenzende Felder mit den Früchten oder sonstige Wiesen Beachtung finden müssen. Da der Befall bereits am Montag stark abgenommen hat, hat die Gemeindeverwaltung nach Rücksprache mit diversen Fachämtern im Landratsamt, entsprechende Hinweisschilder im Bereich der Kleingärten angebracht.

Eine Kontrolle der gemeindeeigenen Eichen hat ergeben, dass diese nicht vom Eichenprozessionsspinner befallen sind. Da Ende Juni/Anfang Juli die Verpuppung der Raupen beginnt, nimmt die Gefahr mit den Haaren in Kontakt zu kommen deutlich ab. Eine umsichtige Verhaltensweise bewirkt schon eine Minimierung der tatsächlichen Gefahr. Vorsorglich empfiehlt die Gemeindeverwaltung die Sicherheitshinweise zum Eichenprozessionsspinner analog bei der Spinnerraube in den Kleingärten anzuwenden. Dazu gehört, dass die befallenen Pflanzen so weit wie möglich zu meiden sind, Raupen und Gespinste nicht berührt und empfindliche Bereiche (z.B. Nacken, Hals, Unterarme) durch entsprechende Kleidung geschützt werden. Nach Arbeiten im Außenbereich oder Berührung von Stellen, auf denen Raupen unterwegs waren, sollte sofort geduscht und die Haare gewaschen werden. Die entsprechende Kleidung separat lagern und bei mindestens 60 Grad waschen.