Gemeinde Waeschenbeuren (Druckversion)
Autor: Marita Funk
Artikel vom 07.08.2019

Drei Mal Abstimmungspatt

Heubeund IV

In der vergangenen Gemeinderatssitzung beschäftigte sich das Gremium mit der Erweiterung des Baugebiets Heubeund IV sowie der zukünftigen Wegeführung.

BM Vesenmaier erkannte bei der Planung des Neubaugebiets zu Gunsten der späteren Bewohner und der in diesem Quartier lebenden Kinder und Jugendlichen die Chance einer qualitativen Aufwertung. Dabei brachte er die Schließung des bisherigen Feldweges zwischen der Welkartswiesenstraße und der Bergstraße ins Gespräch. Grundsätzlich gab es aus der Mitte des Gemeinderats Zustimmung für diesen Vorschlag, doch die konkreten Ansätze gingen auseinander.

Trotz des angedachten Durchfahrtsverbotes sah der Verwaltungsvorschlag die Weiterführung des asphaltierten Weges vor, allerdings versehen mit einem Poller, welcher die Befahrung grundsätzlich verhindern sollte. Der Schultes begründete dies mit den Winterdienstarbeiten.

Im Folgenden diskutierte der Gemeinderat kontrovers über den Vorschlag. Des Weiteren wurden alternative Möglichkeiten wie die eines Schotter-oder Grasweges im nördlich angrenzenden Bereich der zwei neuen Bauplätze ins Gespräch gebracht.

Bürgermeister Karl Vesenmaier sah in diesem Abschnitt keinen Sinn in der Anlegung eines Grasweges mit Durchfahrmöglichkeit zu Gunsten der Landwirtschaft. Dieser sei innerhalb kürzester Zeit heruntergewirtschaftet und damit weder für die Fußgänger noch für die Radfahrer nutzbar.

 

Folgende Abstimmungen wurden getätigt:

Antrag Nr. 1: Der Teilbereich bei den zwei neuen Bauplätzen wird als schmale Verbindung asphaltiert und durch die Anbringung von Pollern der reguläre Fahrzeugverkehr verhindert.

Abstimmungsergebnis: 6 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen. Der Antrag wurde somit abgelehnt

Antrag Nr. 2: Es wird ein Wiesenfeldweg auf ca. 60 Meter hergestellt.

Abstimmungsergebnis: 6 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen. Der Antrag wurde somit abgelehnt.

Antrag Nr. 3: Der Teilbereich bei den zwei neuen Bauplätzen wird als Schotterweg fortgeführt.

Abstimmungsergebnis: 5 Ja-Stimmen, 5 Nein-Stimmen, 2 Enthaltungen. Der Antrag wurde somit abgelehnt.

BM Vesenmaier stellte somit fest, dass kein Antrag die Mehrheit gefunden habe und nun der bisherige Feldweg vor den zwei neuen Bauplätzen als Sackgasse endet. Die Fußgänger und Radfahrer hätten damit aber auch dennoch die Möglichkeit, diese gemeindeeigne Fläche zu betreten bzw. zu befahren.

Im Anschluss daran stimmte der Gemeinderat einstimmig dafür, dass der Feldwegebestand im Bereich der zwei neuen Bauplätze zurückgebaut wird. Mit finanziellen Aufwendungen ist allerdings bezüglich der Entwässerung des dort endenden Feldweges zu rechnen. Der restliche Abschnitt des bisherigen Feldweges soll weiterhin als Zufahrtsstraße zu Gunsten der nördlich gelegenen landwirtschaftlichen Grundstücke bestehen bleiben. Die Arbeiten wurden an die Fa. Astra vergeben. Positiv sei in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass die unterhalb des bisherigen Feldwegs verlaufenden Grünfläche, die keinen Bauplätzen zugeordnet wurden, das dortige Quartier aufwerten.

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