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News/Aktuelles

Autor: Marita Funk
Artikel vom 12.02.2020

Wichtig zu wissen:

Private Nutzung von Drohnen

Bild: Übersicht über die neue Drohnen-Verordnung - Quelle: www.drohnen.de

Vermehrt gehen bei der Gemeindeverwaltung Klagen und Rückmeldungen ein, dass private Drohnen gesichtet werden. Die Gemeindeverwaltung möchte daher auf einige Regelungen und Einschränkungen hinweisen, die seit dem 1. Oktober 2017 gelten, um die Sicherheit und die Privatsphäre der Bürger weiterhin schützen und gewährleisten zu können.

Praxisrelevant ist vor allem, dass über Wohngrundstücken nicht geflogen werden darf, wenn die Masse des Geräts mehr als 0,25 kg beträgt und/oder das Gerät bzw. die Ausrüstung in der Lage ist Aufzeichnungen, wie Bild- oder Tonaufnahmen, vorzunehmen bzw. diese Aufzeichnungen zu übertragen.

Grundsätzlich sind Drohnen jeglicher Art mit einer Startmasse von 0,25 kg und mehr kennzeichnungspflichtig. Die Kennzeichnung erfolgt mittels einer feuerfesten Plakette, auf der Name und Adresse des Eigentümers vermerkt sind. So soll im Schadensfall schnell der Halter ermittelt werden können.

Für Drohnen ab 2 kg müssen besondere Kenntnisse nachgewiesen werden. Diese erfolgt entweder durch eine gültige Pilotenlizenz oder durch die Bescheinigung einer vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Stelle, welche den Sachverhalt vorher überprüft. Das Mindestalter für die Bescheinigung beträgt 16 Jahre. Für nicht-gewerblich betriebene Drohnen(Flugmodelle) ab 2 kg kann eine Bescheinigung durch einen beauftragten Luftsportverband oder einen von ihm beauftragten Verein ausgestellt werden. Hier findet im Vorfeld eine Einweisung statt.

Für den Betrieb von Drohnen über 5 kg, den Einsatz bei Nacht oder bei der Benutzung in einem Gebiet mit Flugbeschränkung gilt die Erlaubnispflicht. Die Erlaubnis wird von der Landesluftfahrtbehörde erteilt. Nähere Infos hierzu gibt das Bundesaufsichtsamt (BAF) unter www.baf.bund.de

Ein grundsätzliches Betriebsverbot gilt:

  • außerhalb der Sichtweite
  • bei Nacht
  • in und über sensiblen Bereichen, z.B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Krankenhäusern, Menschenansammlungen, Anlagen und Einrichtungen wie JVAs oder Industrieanlagen, oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden, Naturschutzgebieten
  • in Flughöhen über 100 Metern über Grund, es sei denn, der Betrieb findet auf einem Gelände statt, für das eine allgemeine Erlaubnis zum Aufstieg von Flugmodellen erteilt und für die eine Aufsichtsperson bestellt worden ist, oder, soweit es sich nicht um einen Multicopter handelt, der Steuerer ist Inhaber einer gültigen Erlaubnis als Luftfahrzeugführer oder verfügt über einen Kenntnisnachweis.
  • über Wohngrundstücken, wenn die Startmasse des Geräts mehr als 0,25 kg beträgt oder das Gerät oder seine Ausrüstung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen. Ausnahme: Der durch den Betrieb über dem jeweiligen Wohngrundstück in seinen Rechten Betroffene stimmt dem Überflug ausdrücklich zu
  • bei Geräten über 5 kg

Weitere Regelungen sowie Details auch unter www.bmvi.de.