JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.

News/Aktuelles

Autor: Marita Funk
Artikel vom 02.12.2020

Mit der kleinen Verkehrsschau im Ort unterwegs

Verkehrsregelungen kann die Gemeinde nicht selbst ändern. Hierzu müssen das Straßenverkehrsamt des Landratsamtes sowie die Verkehrspolizei hinzugezogen werden. Mehrere Punkte haben sich in Wäschenbeuren nun auf den Gemeindestraßen angesammelt, weswegen letzte Woche eine kleine Verkehrsschau abgehalten wurde. Coronabedingt war leider eine weitere Öffnung für die interessierten Mitglieder des Gemeinderats nicht möglich.

Als Erstes stand der Zufahrtsbereich Erdbeerfeld auf der Tagesordnung. Die Verwaltung wurde hierbei gebeten, eine mögliche Geschwindigkeitsbegrenzung zu prüfen. Während der Besichtigung vor Ort kristallisierte es sich heraus, dass sowohl durch die Straßenbeschaffenheit als auch durch das Verkehrsaufkommen die Fahrgeschwindigkeiten der Fahrzeuge automatisch reguliert werden. Allein die Straßenbreite bzw. Straßenführung lädt nicht für überhöhte Geschwindigkeitsfahrten ein, zumal durch ein vermehrtes Verkehrsaufkommen eine automatische Drosselung der eigenen Geschwindigkeit hervorgerufen wird. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung führt in solch einer Straßenbegebenheit erfahrungsgemäß zu größeren Problematiken und kritischen Situationen. Einige Kraftfahrzeugführer/innen fühlen sich durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung legitimiert, die vorgeschriebene Geschwindigkeit in Anspruch nehmen zu können – völlig unabhängig von der aktuell vorliegenden Situation. Aufgrund dessen wird auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung im Zufahrtsbereich Erdbeerfeld verzichtet.

Im Anschluss besichtigte man den Sackgassenbereich in den Welkartswiesen. Hintergrund war eine durch die Anwohner beantragte deutlichere Kennzeichnung der Sackgasse. Tatsächlich konnte hier ein Anpassungsbedarf festgestellt werden: Im Ergebnis wird nun das Verkehrszeichen (VZ) 357(Sackgasse)durch das VZ 357-50 (Für Radverkehr und Fußgängerverkehr durchlässige Sackgasse) mit dem Zusatz ZZ 1008-34 (Keine Wendemöglichkeit) ausgetauscht.

Darüber hinaus wird am Ende der Sackgasse das Verkehrszeichen 250 (Verbot für Fahrzeuge aller Art) gegen das Verkehrszeichen 260 (Verbot für Kraftfahrzeuge) mit dem Zusatz ZZ 1026-36 (Landwirtschaftlicher Verkehr frei) sowie ZZ 1004-30 (150 m) ausgetauscht.

Aufgrund der Corona-Krise kommt es vermehrt zu Anschaffungen und Reisen mit Wohnmobilen. Im Rahmen der Zusammenkunft mit dem Straßenverkehrsamt und der Verkehrspolizei nutzte die Verwaltung die Chance, Eindämmungsmöglichkeiten abzustimmen, sofern diese überhand nehmen.

Als nächster Punkt auf der Tagesordnung stand die Parksituation in der Mühlgasse. Vor Ort war schnell klar, dass in dieser Straße zweifelsfrei ein anerkannter Gehweg vorliegt. Der Gehweg ist deutlich sichtbar mit Hilfe eines entsprechenden Randsteines, einer farblichen Abweichung und aufgrund der genutzten Pflastersteine von der Verkehrsfläche abgegrenzt. Somit besteht in diesem Bereich ein gesetzliches Parkverbot auf den Gehwegflächen. Auch verfügt der Gehweg nicht über einen notwendigen Unterbau, um den täglichen Lasten eines Kraftfahrzeuges Stand halten zu können. Demnach ist in der Mühlgasse das Parken ausschließlich entlang der Straße gestattet, solange eine Restbreite von 3,05 Metern auf der Verkehrsfläche eingehalten werden kann. In Deutschland gilt nicht nur das Rechtsfahrgebot, sondern auch die grundsätzliche Regel, dass rechts am Straßenrand, also in Fahrtrichtung, zu parken ist. Wir bitten dies entsprechend zu berücksichtigen. Zudem hat man als Fahrzeugführer/in die Pflicht, sein Fahrzeug so abzustellen, dass es zu keinen Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommt sowie innerhalb von 5 Metern im Kreuzungsbereich.  

Auch die Situation im Bereich Ökling/Frühlingsstraße wurde überprüft. Im Ergebnis konnten allerdings keine Problematiken festgestellt werden. Die Straßen verfügen über eine ausreichende Breite, das Parken ist somit zulässig.

Als letzter Punkt wurde im Bereich Seestraße/Oberdorfstraße die Sicherheit des Schulweges besichtigt. Die Verwaltung wurde von Elternvertretern aus Maitis und Lenglingen gebeten, einen Fußgängerüberweg für die Sicherheit der Kinder zu prüfen. Im Ergebnis wurde hiervon abgeraten. Fußgängerüberwege sollen ausschließlich an Stellen platziert werden, wo sie tatsächlich Sicherheit bringen. In diesem Fall wäre dies jedoch klar zu verneinen. Hier bestehe die Gefahr, dass die Kinder dazu verleitet werden, ohne Acht die Straßen zu queren und aufgrund dessen bestehe eine höhere Wahrscheinlich für Unfälle. Mit Hilfe von Pflastersteinen und entsprechenden Kennzeichnungen wird den Fahrzeuglenkern deutlich vermittelt, dass sie sich direkt vor einem beruhigten Verkehrsbereich befinden. Auch ist die Stelle von allen Seiten gut einsehbar.

Die getroffenen Maßnahmen werden in den kommenden Wochen umgesetzt.