Stadtjäger in unserer Gemeinde
Wildtiere wie Füchse, Marder, Waschbären oder Kaninchen kommen zunehmend auch in Siedlungsgebieten vor. Wohngebiete bieten den Tieren häufig gute Lebensbedingungen – etwa durch leicht zugängliche Nahrung oder geschützte Rückzugsorte. Dadurch kann es vermehrt zu Begegnungen oder Konflikten zwischen Mensch und Wildtier kommen.
Durch eine Änderung des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes wurde die Möglichkeit geschaffen, speziell ausgebildete Stadtjägerinnen und Stadtjäger einzusetzen. Sie verfügen über eine besondere Zusatzausbildung für den Umgang mit Wildtieren im Siedlungsraum und dürfen unter bestimmten Voraussetzungen auch in sogenannten befriedeten Bezirken – beispielsweise in Privatgärten oder innerörtlichen Bereichen – tätig werden.
Der Gemeinderat hat im Januar 2026 beschlossen, für unsere Gemeinde einen Stadtjäger einzusetzen. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürgern bei Fragen oder Problemen mit Wildtieren im Siedlungsbereich einen fachkundigen Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen und das Wildtiermanagement vor Ort zu unterstützen.
Der Stadtjäger berät bei Konflikten mit Wildtieren, beurteilt Situationen vor Ort und kann, wenn erforderlich, geeignete Maßnahmen ergreifen. Dazu zählen beispielsweise Maßnahmen zur Vergrämung oder, im Einzelfall und unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben, auch Fangmaßnahmen.
Die Erstberatung erfolgt im Rahmen der Arbeitszeiten des Bauhofs der Gemeinde und ist für Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Sollten darüber hinaus weitere Maßnahmen erforderlich sein, können hierfür Gebühren anfallen.
Bei Fragen oder Problemen mit Wildtieren im Siedlungsbereich können Sie sich direkt an unseren Stadtjäger wenden:
Sebastian Zinßer
Telefonnummer: 07172928188 oder per Mail an: stadtjaeger@gemeinde-waeschenbeuren.de
Tipps für Bürgerinnen und Bürger
Wildtiere werden vor allem durch leicht zugängliche Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten angezogen. Mit einfachen Maßnahmen können Sie dazu beitragen, dass sich Wildtiere gar nicht erst dauerhaft im Wohngebiet ansiedeln.
Mögliche Maßnahmen:
Aufstiegsmöglichkeiten zum Dach (z. B. Äste, Rankpflanzen oder dichter Bewuchs) entfernen
Futter wie Hunde- oder Katzenfutter, Igelfutter, Vogelfutter oder Lebensmittelreste nicht frei zugänglich stehen lassen
Mülltonnen stets gut verschließen und die Aufstellflächen sauber halten
Abfallsäcke möglichst erst am Tag der Abholung nach draußen stellen
Fallobst regelmäßig aufsammeln und reife Früchte zeitnah ernten
Unterschlupfmöglichkeiten vermeiden und Störungen an möglichen Behausungen verursachen, z. B. durch Licht oder Lärm
Diese Maßnahmen helfen, Wildtiere davon abzuhalten, sich dauerhaft im Siedlungsbereich niederzulassen.
Weiterführende Links und Informationen
Weitere Informationen und wichtige Hinweise zu Wildtieren im Siedlungsbereich finden Sie unter folgenden Links:
Wildtierbeauftragter des Landkreises Göppingen
Wildtierbeuaftragte in Baden-Württemberg
Wildtierportal - Wildtiere im Siedlungsraum
Infobroschüre Wildtiere im Siedlungsraum (PDF-Dokument, 10,6 MB, 11.03.2026)


